Camping in der Werkstatt – Beim MogDoc in Pretoria



Gerade am Flughafen Johannesburg angekommen versuchen wir dem Taxifahrer zu erklären wo wir hin möchten. Wenig überraschend hat er keine Ahnung, schliesslich leben in und um Johannesburg und Pretoria rund 12 Millionen Menschen. Gut das es Navigations Apps auf Smartphones gibt und wir die Adresse bereits kennen.



gut bewacht

Nach 65 Kilometern sind wir am Ziel. Unser Unimog steht wohlbehalten und frisch gewaschen am Gelände der Firma MogDoc. Dort wohnt gleichzeitig auch der Eigentümer Ferdie de Beer und seine Familie und weil es eine kleine Farm ist weiden auch noch ein paar Kühe nebenan. Die hält man hier für den Hausgebrauch, isst man doch so gerne Fleisch in Südafrika.

Nach herzlicher Begrüssung beziehen wir wieder unser kleines Haus auf Rädern. Die erste Nacht ist noch unruhig – das nur 1,25 Meter breite Bett ist gewöhnungsbedürftig.

Jause mit Senf und Würstel aus Österreich

Am nächsten Morgen kehrt aber schnell Routine ein.

Schliesslich campierten wir bereits zwei lange Wochen vor unserem Heimflug in dieser Werkstatt, wir kennen also das Prozedere und wissen das Werkstatt Camping nicht zu unseren Lieblingsbeschäftigungen zählt.

Der Lärm, der Öl Geruch und das Ambiente lassen kein Urlaubsfeeling aufkommen.

nur für Unimogs

Um 8,30 Uhr trudeln pünktlich die Mechaniker ein und es wird bis 17 Uhr geschraubt, geschweisst, lackiert, angefertigt – und das alles nur für Unimogs.

Auch wir nützen bestmöglich die Zeit und verbauen einige unserer mitgebrachten Ersatzteile. Priorität Nr. 1 hat das zersplitterte Dachfenster. Die 50x70 cm Plexiglas Ersatzscheibe hat den Transport zwar nicht ganz unbeschadet überstanden aber trotzdem sind wir froh sie dabei zu haben.

Fenstertausch ist Frauensache

Gleichzeitig werken die Mechaniker am Unimog und tauschen ein Bremsventil, auch das haben wir aus Österreich mitgebracht.

vorher

Unimogs haben in Südafrika eine echte Fangemeinde. Viele kennen ihn vom Militär, dort wurde er sogar speziell umgebaut und mit Panzerung versehen, man nennt ihn hier Buffel, Afrikaans für Büffel.

Neuer Schwingsitz für den Mog

Ferdie und sein Mechaniker Team kennen jede Schraube. Neben Umbauten für Neufahrzeuge hat man sich auf die Restauration alter Modelle spezialisiert. Sie werden zu diesem Zwecke komplett zerlegt und neu aufgebaut.

Für uns ist der MogDoc der bisher kompetenteste Ansprechpartner in Sachen Unimog den wir je kennenlernten und wir können getrost behaupten genug Erfahrung mit Werkstätten gesammelt zu haben.

Spezialkonstruktion - 2. Lichtmaschine im Unimog

Wir liessen bei ihm ein kaputtes Vorgelege reparieren, das er übrigens auf Lager hatte, bekamen eine 2. Lichtmaschine zur Ladung unser Aufbaubatterien eingebaut, eine kleine Spielerei – wollte noch niemand vorher montieren und wir haben uns endlich zwei Schwingsitze gegönnt, denn man wird ja nicht jünger.

Leider mussten wir auch zwei Reifen tauschen. Ferdie hat uns dazu sogar die Michelin XZL Reifen besorgt, teuer aber richtig gut. Nach bisher 40000 gefahrenen Kilometern hatten wir noch keinen einzigen Reifenschaden. Hoffentlich bleibt uns dieses Glück auch weiterhin treu.

Ferdie mit Family and Friends

Eine weitere Meisterleistung hat das MogDoc Team in Sachen abdichten unserer Ölwanne und des Getriebes vollbracht. Alles ist dicht – das hat noch niemand zuvor richtig geschafft – super.


Nach 4 Tagen sind wir endlich reisefertig. Noch schnell ein Grosseinkauf im Supermarkt. Gerade als wir die Werkstatt verlassen wollten bemerken wir doch noch ein Reifenproblem. Schnell noch das Ventil erneuert und – aber jetzt –

Langzeitreisen ist eben kein Urlaub sondern eine Lebensart. 


Wie findet man den MogDoc?


Facebook – MogDoc

Ferdie and Riana de Beer

Tel. +27 (0)76 776 0483

Plot 182

Beursieblomstreet

Kameeldrift west – nahe Hartbeespoort

GPS
N 25° 42' 43,37''
E 27° 59' 00,33''