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Omans Traumküste


Gerade mal 30 Kilometer haben wir zurückgelegt als wir uns beim nächsten Traumstrand schon wieder einbremsen. Türkisblaues Meer mit schier endlos weissem Sandstrand, unberührt und menschenleer.

zwischen Mirbat und Sadah
Seit nun fast 1000 Kilometern die wir seit Salalah zurückgelegt haben geniessen wir malerische Buchten, atemberaubende Steilabbrüche, herrlichste Sandstrände und palmenbewachsene Lagunen.

Ras Madrakah

Das Meer hat angenehme 25 Grad mit minimaler Brandung. Unsere Badesachen sind im Dauereinsatz.

Ras Markaz
Unglaublich ist der Fischreichtum. Sogar im Uferbereich haben wir Sardinenschwärme gesichtet. Die Angel braucht man dennoch nicht auszuwerfen, gibt es doch bei den vielen kleinen Fischerhäfen jederzeit fangfrischen Fisch um wenig Geld. Der einzige Makel, ausnehmen, schuppen und filletieren muss man selbst. In der Mittagshitze ziemlich schweisstreibend. Dafür kümmern sich Möwenschwärme um die Abfälle.
 
Besuch der Fischer

Die schönsten Buchten erreichen wir oft nur über nervenaufreibende Wellblechpisten, steile Auf- und Abfahrten oder sandige Passagen. Der Unimog wird ordentlich strapaziert. Beim abendlichen Camp bei einer der vielen Lagunen beobachten wir Flamingos, Enten und Reiher. Später treiben Kamelhirten ihre Tiere zu den besten Futterstellen und im Dämmerlicht streift auch noch ein Fuchs durchs Revier.

Wadi Suneikh
Die Küstenregion ist einsam und abgelegen. Die kleinen Orte waren bis vor wenigen Jahren nur über Pisten oder das Meer erreichbar. Erst vor zwei Jahren wurde die durchgehende Strassenverbindung fertiggestellt. Der Staat investiert viel um diesen Landesteil zu entwickeln. Mittlerweile beisitzt fast jede kleine Ansiedlung eine asphaltierte Zufahrt wenn auch nur bis zum Ortseingang. Es wurden neue Reihenhaussiedlungen geschaffen und ab und an gibt es eine Schule und eine kleine Ambulanzstation.
Die alten Holzbaracken, die früher den Einheimischen als Behausung dienten werden nun von überwiegend aus Bangladesch stammenden Gastarbeitern bewohnt. Die meisten Omanis leben in neuen retortenhaften Gratishäusern. Man erkennt dies am davor geparkten Pickup.

Hasik - ein typischer Fischerort
Trotzdem erschreckt uns die Einfachheit der Orte. Es ist eine Kombination aus Tradition und Moderne. Ziegen und Hühner tummeln sich auf den unbefestigten Strassen genauso wie die zahlreichen Toyotas der Omanis. Die Einkaufsmöglichkeiten beschränken sich auf winzige Greisslereien. Unsere Suche nach Klopapier mussten wir aufgeben. Nur Windeln waren im Angebot.

Frauen sieht man selten. Sie tragen hier dünne farbige Schleierumhänge und oft auch Gesichtsmasken, sind sehr selbstbewusst aber leider fotoscheu.

omanische Familie beim Abend Picknick

Wir nehmen uns Zeit und erkunden fast jede noch so kleine Strandzufahrt. Die Menschen sind überaus freundlich und neugierg. Auch wenn einige von Österreich noch nie etwas gehört haben profitieren wir von den Kurzbesuchen in unserem Lager.
Nur wenige Male übernachten wir ohne die Brandung zu hören. Wie z.B. im Wadi Shuweimiya wo Palmen direkt aus Felsen wachsen und sich ein natürliches Wasserbecken an der mit Stalaktiten verzierten Felswand gebildet hat. Nur die abendliche Gelsenbelastung stört die Harmonie.
Wadi Shuwaimiyah


Wadi Shuwaimiyah
Duqm ist der erste grössere Ort seit langem. Hier soll in Kürze aus einem verträumten Fischerort eine Hafenmetropole mit zweihunderttausend Menschen entstehen. Ein wichtiges Projekt um neue Arbeitsplätze für die gut ausgebildete Bevölkerung zu schaffen.

Aber auch hier finden sich noch genügend wilde Stellplätze am Strand. Zwar blickt man bereits auf die ersten Hotels aber nur wenige Kilometer nach dem Ort taucht man wieder in die karge Wüstenlandschafte mit unberührten Strandabschnitten ein.
Nafun Beach

Es wird hoffentlich noch eine Weile dauern bis dieser über 1000 Kilometer lange Küstenstreifen seine Ursprünglichkeit verliert. Bis dahin bleibt es ein Juwel das auf der Welt seinesgleichen sucht.