2015/04/16

Türkei - entlang der Küste






teils sehr kurvige Küstenstrasse
Wir durchstreifen die Türkei entlang der Küste. Jeder Strand begeistert uns von Neuem, so vielfältig und abwechslungsreich ist die Strecke Richtung Antalya. Seit Canakkale sind wir rund 850 km gefahren. Entlang der Ägäis ist der Tourismus unübersehbar. Es sind nicht die Hotelburgen die uns daran erinnern sonder vielmehr die unzähligen Feriensiedlungen und kleinen Urlaubsorte für die türkischen Inlandstouristen.
Kas

Am Strassenrand passiert man einen Köftestand nach dem anderen, Tankstellen gibt es wie Sand am Meer aber witzigerweise gar nicht so viel Autoverkehr. Die Strassen sind fast durchgehend vierspurig ausgebaut und im Bestzustand. Zum Glück ist aber noch absolute Nebensaison. Besonders merken wir das an den teilweise verwahrlosten Campingplätzen. In Ören, einem kleinen Ferienort im Golf von Edremit standen wir auf einer ungemähten Wiese, es gab nur kaltes Wasser und die WC Anlage wurde zwar extra für uns aufgesperrt, aber nichts war geputzt und die Klospülung funktionierte nur mit dem Restwasser aus dem Spülkasten. Nach einer Benutzung war Schluss. Gut, dass es acht Toiletten gab und wir nur zwei Tage dort waren.
Nach diesem Erlebnis haben wir uns in Bergama ein Hotel gegönnt. Das frühere Pergamon lohnt wahrlich eine ausreichende Besichtigung. Über 2000 Jahre alte, guterhaltene Stadt- und Tempelanlagen haben uns begeistert. Beeindruckend war auch der traditionelle Basar, der sich durch die engen Gassen der Altstadt zieht. Jede Strasse versammelt unzählige Geschäfte mit den gleichen Angeboten. So gibt es die Schuhgasse, die Schneiderecke, die Strasse für Metallteile und Geräte usw.
Altstadt Basar in Bergama

Übrigens, Hotels, so mussten wir feststellen bieten in der Türkei nicht nur Angenehmes. Die Heizungen sind eher spärlich und eine Dusche im eiskalten Badezimmer fordert einiges an Überwindung.
Nach dem Kulturerlebnis sind wir auf den Geschmack gekommen und fahren weiter nach Selcuk wo wir das imposante Ephesus besichtigen. Einmalig, unbedingt sehenswert, unglaublich das riesige Amphietheater, die gepflasterte, mit unzähligen Säulen eingerammte Prachtstrasse, die Tempel. Die Massen von Touristen muss man aber ausblenden.
Ephesus - Blick vom grossen Theater

Weiter geht es nach Marmaris. Erinnert ein bisschen an Nizza. Eine enge Bucht umrahmt von Bergen, die Häuser in die Hänge gebaut.
Marmaris bei Schlechtwetter

Nicht ganz unser Traumort und so steuern wir lieber einen Campingplatz bei Fethiye an. Hier verweilen wir erstmalig vier Tage. Einerseits ist Fethiye mit dem vielleicht schönsten Strand der Türkei in Ölü Deniz ein perfekter Ort um sich wohlzufühlen andererseits mussten wir leider auch eine Autowerkstatt aufsuchen aber das ist eine andere Geschichte.

Lagune von Ölü Deniz
Das Auto läuft noch und so fahren wir weiter nach Patara zu dem Dünenstrand wo auch die Caretta Schildkröte ihre Eier ablegt.
Dünenstrand von Patara

Schildkröten haben wir zwar keine gesehen aber dafür unsere erste Wildcamping Nacht absolviert und dabei auch gleich die Autoübernachtung getestet. Das heisst, wir haben diesmal nicht das Anhängerzelt aufgestellt sondern direkt im Auto geschlafen. Na ja, gemütlich ist anders aber die herrliche Morgensonne mit einem Frühstück aus Eiern und Speck hat uns wieder gutgestimmt.
So sind wir wieder unterwegs, mal sehen was noch kommt.