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Reiseplanung

"Planung ersetzt Zufall durch Irrtum" 
(Albert Einstein) 

Das Leben ist nicht planbar und Langzeit-Reisen sind es schon gar nicht. Die Planung unserer Reise ist für uns vom ersten Gedanken bis zum heutigen Tag ein dynamischer Prozess der stets Veränderungen und Neues bringt.
Die essentiellen Themen dazu haben wir hier zusammengefasst.

Reisebudget

Fahrzeugwahl

Reisemedizin

Versicherungen

Geld

Navigation und Kommunikation


Reisebudget:

Eine Weltreise kostet Geld egal wie man es dreht und wendet. Der Unterschied liegt nur im Wieviel.
Wer nicht geborener Millionär ist fängt am besten zeitgerecht mit Sparen an. Wie hoch das Kapital sein mus um seinen persönlichen Reisetraum zu verwirklichen ist sehr individuell und hängt von verschiedenen Faktoren wie z.B. Reisedauer, der Route, dem Transportmittel, dem Komfortanspruch, etc. ab.
Unsere Recherchen haben gezeigt das Reisende mit Budgets zwischen Eur 12.000,-- bis Eur 30.000,-- p.a. oder sogar mehr unterwegs sind. Zwischenzeitlich wissen wir - Alle haben Recht.
Im Oman oder Iran lässt es sich mit maximal Eur 1000,-- pro Monat auskommen, in Afrika liegen die Kosten deutlich darüber und wer Nationalparks besuchen will kommt schnell auf  Eur 2.500,-- pro Monat.

Teuer oder teurer wird es wenn man sehr viel unterwegs sein möchte und oft seinen Standort wechselt. Mobilität hat seinen Preis besonders wenn man mit einem Expeditionsmobil reist. Das Reisemittel hat massgeblichen Einfluss auf das Gesamtbudget wobei wir nicht beantworten können ob es sich per Flugzeug und als Backpacker billiger reisen lässt als mit dem eigenen Fahrzeug. Diese Rechnung haben wir nie aufgestellt.

Wir wollten immer autark unterwegs sein und damit verbunden ist die Anschaffung eines Reisegefährts und sonstigen Ausrüstungsgegenständen. Diese Investitionskosten sind meistens in monatlichen Budgetangaben nicht berücksichtigt. Unser Ansatz war und ist nicht zu viel des Gesamtkapitals mit dieser Investition zu binden. 
Allgemein gültige Aussagen zum Thema Finanzen auf Reisen gibt es nur wenige. Jeder muss sich seine eigene Kalkulation zurechtlegen. Wir bemerkten schnell dass es schwierig ist alle Kosten im Vorfeld zu erfassen. Erst längeres Reisen bringt die Erfahrung über die eigenen Bedürfnisse und die wahren Kosten des gewählten Reisestils.

Reise Finanzen in Bausteinen

  • Relativ kalkulierbar -Treibstoffkosten, Essen und Camping, Visakosten 

  • Nur unter Annahmen kalkulierbar - Reparaturkosten des Fahrzeuges (alte Fahrzeuge und fehlende Eigenleistungen können das Sparschwein stark belasten – wir sprechen aus eigener Erfahrung, Internetgebühren, diverse Luxusartikel (Zeitschriften, Souvenirs, usw.)

  • Steuerbar und abhängig von eigenen Ansprüchen - Sightseeing (Eintrittsgebühren,Nationalparkgebühren,..)

  • Nicht zu vergessen die Fixkosten - z.B. Auslandskrankenversicherung oder weitere Versicherungen,Heimatliche Verpflichtungen wie Wohnungskosten und dgl. Im Inland, Bankgebühren

  • Aussertourliche Kosten - Heimflug, Medikamente, Ausrüstungsgegenstände die ersetzt werden müssen

  • Zusätzlicher Ausgabenpuffer

Fahrzeugwahl:


Für uns eine besonders schmerzliche Erfahrung. Jahrzehntelang bereisten wir die Welt mit einem Geländewagen. Die Logistik war uns vertraut, wir waren eingespielt und hatten beste Erfahrungen.
Für die Langzeitreise sahen wir nur ein Thema - zusätzlicher Stauraum. Wir fanden die Lösung in Form eines geländegängigen Anhängers. Unsere Wahl fiel auf einen alten Mitsubishi Pajero und einen südafrikanischer Offroad Trailer mit Dachzelt.
Mehr dazu auf Reisen mit dem Offroad Anhänger
2,5 Monate hat es gedauert bis wir einsehen mussten, dass dies die falsche Entscheidung war. Nie zuvor hatten wir ernsthaft einen LKW überlegt. Zu teuer, zu gross, zu unhandlich, die Gegenargumente waren vielfältig. Jetzt wissen wir dass bei Langzeitreisen der Komfortaspekt eine wesentliche Rolle spielt. Reisen ist anstrengend und wer den Spass und Entdeckergeist nicht verlieren und die täglichen Aufgaben und Abenteuer mit Entspanntheit geniessen möchte sollte sich eingehend mit dem Thema auseinandersetzen und ohne Tabus analysieren welches Komfortlevel dafür notwendig erscheint.
Das "perfekte Fernreisemobil“ ist für jeden anders. Schon professionelle Aufbauer setzen auf unterschiedlichste Konzepte und Selbstausbauten werden nach individuellen Bedürfnissen gefertigt. Unsere Herangehensweise an das Thema war zu überlegen wofür wir das Fahrzeug einsetzen wollen und welche Ausstattung unbedingt vorhanden sein muss.
Wir lieben es abseits von asphaltierten Strassen unterwegs zu sein und kleine Pisten und Wege zu erkunden. Geländegängigkeit und Kompaktheit war somit ein wichtiges Kriterium.
Der Expeditionsmobil Markt bietet für jeden Anspruch eine Lösung. Gebraucht, neu, Selbstausbau oder Profi Fertigung. Für uns entschied letztendlich auch die Geldbörse und das Zeitlimit. Wir sind keine Bastler und es musste preislich in ein schmales Budget passen.

    Reisemedizin:

    Unsere Reiseapotheke und Medikamentenliste
    Gedanken zur Malaria - Prophylaxe ja oder nein?

    Versicherungen:

    Wir haben uns für eine Auslandskrankenversicherung der Hanse Merkur Versicherung entschieden. Jeweils maximal 1 Jahr gültig mit 2 monatiger Pause jährlich neu abschliessbar.
    www.hansemerkur.at
    Positives Feedback von anderen Reisenden kennen wir auch über "World Nomads Insurance"

    Zahlungsmittel:

    Kreditkarten sind unsere wichtigste Geldquelle im Ausland. Bankomaten sind beinahe in allen grösseren Städten weltweit verfügbar. Wir empfehlen die Visa Karte von der DKB Bank. Sie bietet als einzige keine Behebungsgebühren im Ausland und ist auch für Österreicher erhältlich. Achtung: auf Behebungsspesen Vorort achten - verschiedene Banken ausprobieren.
    Für Länder mit Embargo muss man sich vorher mit Bargeld eindecken.
    USD in Cash sind immer willkommen.

    Navigation und Kommunikation:

    Als Strassenkarten verwenden wir fuer Afrika bevorzugt Michelin Karten und ansonsten meist Karten vom Reise Knowhow Verlag.

    Für  abgelegene, unerschlossene Regionen in Afrika und Asien haben wir amerikanische TPC und ONC  Militärflugkarten im Maßstab 1:500000 und 1:1000000 dabei. Diese Karten verfügen über ein ausgezeichnetes Koordinaten System und eine gute Geländedarstellung. Die Strassen sind allerdings nicht auf aktuellem Stand.
    Um uns mit diesen Karten zu orientieren haben wir zwei Garmin GPS Geräte (GPS 60CSx und Oregeon 450) dabei. Für Afrika gibt es für Garmin Geräte von www.tracks4Africa.co.za eine sehr gute routing fähige Karte mit vielen Übernachtungsmöglichkeiten, Nebenrouten und POI`s.  Wir waren mit diesen Karten bereits im südlichen Afrika unterwegs und haben damit beste Erfahrungen gemacht. Allerdings sind nur das östliche und südliche Afrika  genau erfasst.

    Ein interessante Option für die Routenplanung in abgelegenen und kartografisch schlecht erfassten Gebieten sind Google Earth oder Bing maps Satellitenkarten. Wir haben hier bereits zahlreiche Pisten und Routen gefunden die auf keiner Karte erfasst in in keinem Reiseführer erwähnt sind.

    Wie das funktioniert:
    Wir nehmen wichtige Punkte in Google Earth als Orte und exportieren und speichern diese als *.kml Dateien auf dem PC. Mit dem Programm GPS Babel (www.gpsbabel.org) werden diese Datei in das Garmin GPX Format umgewandelt. Die Garmin Software MAPSOURCE wandelt diese Datei anschliessend in Routen um welche auf das Garmin GPS exportiert werden.  Mit Bing kann  man Wegpunkte oder Routen direkt in das GPX Format abspeichern.

    Mobile GPS Navigation für z.B.Stadtpläne - es gibt dafür verschiedene Apps. Wir verwenden MAPS.ME mit OSM Karten.

    Die Kommunikation findet auf drei Arten statt:
    Smartphone mit Prepaid Sim-Karten vor Ort
    Thuraya Satellitentelefon für den Notfall
    Skype bei WLAN Verbindung oder Internetcafe